Erntedankfest 2013

IMG_5360Das erste Jahresfest liegt hinter uns. Wir hatten zwar keinen großen Ernteertrag, was nicht an den fleißigen Erntehelfer/innen lag, sondern u.a. an der Größe der Kartoffeln. Dafür hatten wir  ein großartiges Büfett, fantastisches Wetter, gute Stimmung und neben den Kartoffeln noch viele Erdschätze die entdeckt wurden. Von der „Kartoffelerdkröte“ über Engerlinge und einer faszinierenden Falterpuppe bis hin zum größten aller Regenwürmer und natürlich dem Kartoffelkönig der blauen Anneliese. Wir finden, rund um ein gelungenes Erntefest mit 3 Generationen. So wie sich das gehört bei einer Ernte. Außerdem wird ein Ernte Dank Fest doch erst richtig erfahrbar durch eigener Hände Ernte. Deshalb unser Dank noch mal an den Archeverein, der uns wieder seine Flächen zur Verfügung stellte und allen Eltern, ohne deren Unterstützung solch ein Projekt nicht machbar wäre. Wir hoffen ihr hattet Freude daran.

Wir hatten es jedenfalls, genau wie an all unseren Festen von denen ihr im Laufe des Jahres noch mehr miterleben dürft. Es gibt Feste deren Inhalte sich wiederholen und andere deren Inhalte wir jedes Jahr neu gestalten.

Feste gehören zu unserem Jahreslauf. Warum ist es so wichtig sie zu begehen?

Das Feiern von immer wiederkehrenden Festen hat eine wichtige Bedeutung für Menschen. Schon kleine Kinder wachsen mit einer Festkultur auf, die Identität und Sicherheit schafft. So wie Rituale den Tages- und Wochenablauf strukturieren und den Menschen Sicherheit geben, akzentuieren Feste das Jahr, unterteilen es in Abschnitte und machen es für Kinder überschaubar.

Sie sind zeitliche Höhepunkte, die mit Vorfreude erwartet werden. Nicht nur Kinder brauchen diese Orientierung, um gemeinsam in der Familie, im Kindergarten oder in der Schule schon bei der Vorbereitung des Festes  Brauchtum, Kulturgeschichte und vor allem soziales Miteinander zu erleben. Bestimmte Fixpunkte im Jahr sorgen für Orientierung und geben Halt in unserem oft hektischen Alltag. Wir machen eine Pause, halten inne, besinnen uns auf alte Werte und schaffen schöne Erinnerungen.

Wie sagte gestern eine Mutter. Am meisten hat sie gefreut, diesen sonnigen Herbsttag draußen zu genießen. Zu Hause hätte sie den alltäglichen Arbeitskram erledigt und dieser wunderschöne Tag wäre an ihr vorbei gegangen. Natürlich muss die oft unterschätzte Hausarbeit auch erledigt werden aber diese kleinen Höhepunkte und das Gemeinschaftserlebnis schaffen genau dieses Miteinander, das Besinnen auf alte Werte, das Inne halten und die Freude etwas gemeinsam erarbeitet zu haben. Der Erde und dem Himmel ein Stück näher zu sein, lässt auch auftanken. Das fehlt vielen Menschen heute. Ein Grund übrigens warum psychische Krankheiten auf dem Vormarsch sind ist die Entfremdung von der Natur und damit ein Stück von sich selbst, denn auch wir sind ein Teil der Natur.

Kinder freuen sich riesig auf Feste und erleben sie  in unterschiedlichster Weise. Sie lieben gerade die ritualisierten Abläufe und oft erleben wir Einspruch von Seiten der Kinder, wenn wir daran etwas ändern wollen.

Dabei erleben sie die Feste völlig unterschiedlich wenn sie 3, 4, 5 oder 6 Jahre sind. Sie holen sich immer das heraus, was für sie gerade wichtig ist, was ihrer Entwicklungsstufe entspricht und wachsen jährlich in ihren Rollen und Aufgaben. Dabei kann man Entwicklungsschritte gut beobachten. Deshalb muss man sich keine Sorgen machen, wenn ein Kind sich mit 3 Jahren bei einer Vorführung noch nicht traut mitzumachen. Seine Zeit kommt dann im nächsten Jahr und es gut zu wissen, das die Möglichkeit wiederkehrt.

Auf jeden Fall beinhaltet ein Fest sehr viele Lernfacetten. Von der Gestaltung der Bühne, des Essens, der Verkleidung, der Lieder und Geschichten, der Tänze, dem Einbringen eigener Ideen und Gedanken, bis hin zu dem Mut,  bei einer Vorführung im Mittelpunkt zu stehen und natürlich das Gemeinschaftserlebnis und die Vorfreude, die bei Kindergartenkindern von Tag zu Tag spürbarer wird.

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